Jugendpolitik: Berichte
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Politkerbesuch beim Grundkurs
„Schlag den Politiker!“
Beim diesjährigen Mitarbeitergrundkurs des CVJM-Westbundes in Südhessen in Oberstedten im Taunus war aus dem hessichen Landtag der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Hermann Schaus, zu Gast. Die Jugendlichen, die den Besuch vorbereiteten, wollten das Wissen von jenem auf die Probe stellen. Schon tags zuvor sollten sich dazu die Teilnehmer bewerben, die gegen den Politiker spielen wollten. Allerdings wurde erst gemeinsam über den Flughafenausbau in Frankfurt diskutiert. Selbst bei den Jugendlichen, die teilweise aus betroffenen Gebieten stammen, war dieses Thema heiß umstritten. Auch die Vorstellung des ehemaligen SPD-Mitgliedes von einer gerechteren Gesellschaft wurde unterschiedlich aufgenommen. Für die einen war seine Argumentation unlogisch, weil er selbst als Mitglied des hessischen Landtags relativ viel Geld verdient, während andere christliches Gedankengut in seinen Ideen wiederfanden und ihn für einen Politiker als sehr umgänglich empfanden. Schaus hingegen war fasziniert davon, dass sich 79 Jugendliche für diesen Kurs begeistern ließen und ehrenamtlich in ihren Gemeinden und CVJMs engagieren wollen. Er sei selbst, so erzählte er, nach persönlichen Krisen wieder in die Kirche eingetreten, weil der Glaube ihm Hoffnung geben würde. In dem nun folgenden Quiz sollte er beweisen, wie viel er aus der Bibel weiß. Zwei motivierte Jugendliche traten gegen ihn, der die neu eingerichteten Gottesdienste vor den Plenarsitzungen unterstützt, an. Letztendlich musste Hermann Schaus sich gegen die wissbegierigen (und natürlich bestens fortgebildeten) Jugendlichen geschlagen geben, dafür konnte er neue Erfahrungen mit in seinen anstehenden Urlaub nehmen.
Zu Gast im Hessischen Landtag
Das Regionalteam Hessen Siegerland besuchte den Hessischen Landtag in Wiesbaden. Die Idee wurde geboren, weil wir es für notwendig halten immer wieder mit unseren Polit-kern und Politikerinnen über gesellschaftsrelevante Themen im Gespräch zu sein und sie von Seiten der Basis ihren Entscheidungen zu unterstützen. Außerdem halten wir es für unsere gesellschaftliche Pflicht, uns als einer der großen Jugendverbände als Fürsprecher für Kinder und Jugendliche einzumischen in Fragen der Kinder und Jugendpolitik.
Aufgrund der Diskussionen um Probleme im CVJM durch die Ausweitung der Schulzeiten kristallisierte sich schnell das Thema Bildung heraus. Nach einer Führung durch das schön restaurierte Wiesbadener Stadtschloss mit dem neuen Plenarsaal, dem Mittagessen im Landtagsrestaurant, stand ein Gespräch mit Politikern und Politikerinnen aus CDU, Grüne, FDP und SPD an. In offener Atmosphäre konnten wir über Ganztagsschule und die damit verbundenen Veränderungen reden. Das Ergebnis des Gespräches war die Erkenntnis, dass Ganztagsschulen notwendig und eine Sicherheit für immer mehr erwerbstätige Eltern sind. Einigkeit gab es aber auch darüber, dass es eine zusätzliche Wertevermittlung von außerhalb der Schule geben muss. Am Ende wünschten sich die Politiker vom CVJM, die Fortsetzung der Arbeit, auch unter den veränderten Bedingungen sowie den ständigen Dialog zwischen CVJM und Politik, in Bezug auf Hindernisse in der Jugendarbeit.
Andreas Heydrich
Informations- und Diskussionsforum
Ein Informations- und Diskussionsforum mit dem Thema
- Jugendarbeit und Schule: Kooperation - Koordination - Konzentration
fand am 26. September 2008 auf der Bildungsstätte Bundeshöhe des CVJM-Westbundes (Bundeshöhe 7, 42285 Wuppertal) statt.
Die sich entwickelnde Schullandschaft mit Ganztagsschule, Mittagbetreuung, G8 oder G9 beunruhigt. Die frei verfügbare Zeit von Kindern und Jugendlichen nimmt ab. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen klagen über eine zeitliche Überbelastung.
- Wie reagieren bzw.agieren wir als Jugendverband in diesem gesellschaftlichen Wandel?
- Kinder und Jugendliche sind unsere Hauptzielgruppe. Junge Menschen mit dem Evangelium erreichen in Wort und Tat ist unser Ziel. Wer kümmert sich wo um sie?
- Bietet der „Lebensort“ Schule Chancen für einen Jugendverband?
Ehrenamtliche klagen:
- Wir schaffen doch nur das Notwendigste in unserer Gruppenarbeit.
- Wie sollen wir da noch neue Wege gehen?
- Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht verzetteln.
- wir müssen uns auf die eigentliche Arbeit konzentrieren…
Reicht das, um zukunftsfähig zu bleiben?
Frank Fischer, Leiter der evangelischen Jugend im Kirchenkreis Hagen, zeigte uns am Beispiel von Kooperationen von Schule und Jugendarbeit Chancen und Risiken auf.
Westival - wir backen keine kleinen Brötchen
Am Samstag, 13.September von 14:00 bis 15:30 Uhr fand im Rahmen des Westivals (Wuppertal, CVJM Bundeshöhe) eine Brotbackaktion statt unter dem Motto "Wir backen keine kleinen Brötchen" bei der Jugendliche und Politiker und Politikerinnen Hand in Hand arbeiten.
Warum? Weil sie viele Gemeinsamkeiten haben — und zwar mehr, als man im ersten Augenblick denkt!
- Beide engagieren sich über das normale Maß hinaus.
- Beide verwenden oft einen großen Teil ihrer Freizeit für ehrenamtliche Aktionen und Initiativen.
- Beide machen einen wichtigen Job, der aber von der Öffentlichkeit als selbstverständlich angesehen wird.
- Beiden wird ihr Engagement oft nicht gedankt.
- Beide hatten wir zu einer Brotbackaktion des CVJM-Westbundes während des Westivals nach Wuppertal eingeladen.
Warum haben wir gemeinsam Brot gebacken? Weil Brot ein Symbol dessen ist, was uns nährt, motiviert und Kraft gibt für ein engagiertes Miteinander. Wir wollten miteinander in Kontakt kommen beim Teig kneten, Brot backen und dem Versuch, anderen dieses Brot schmackhaft zu machen!
Berliner Gespräche
Von Christian Olms und Björn Schmidt, CVJM Hüttenberg
Im März 2007 waren einige CVJMerinnen und CVJMer aus ganz Deutschland zur Begegnung mit Politikerinnen und Politikern verschiedener Fraktionen in Berlin unterwegs. So traf die Gruppe auch Marianne Rupprecht, Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestages. Sie hielt ein Referat über den Stellenwert der Kinder- und Jugendarbeit und stand für Fragen zur Verfügung.
Interessant war die Begegnung mit Oberstleutnant Alme im Verteidigungsministerium. Er brachte unseres Erachtens sehr gute Argumente für und gegen den Wehrdienst vor. Eindrücklich fanden wir die Führung durch das Berliner »Unterweltmuseum«, wo wir einen ehemaligen Bunker aus dem 2. Weltkrieg besichtigen konnten. Auch besuchten wir eine Sitzung des Bundestages in der wir die politische Willensbildung hautnah miterleben konnten. Als Abschluss unserer Berlinreise bekamen wir das beklemmende und bedrückende Gefühl eines ehemaligen Stasi-Gefängnisses zu spüren.
Die Führung durch diese Gedenkstätte leitete ein ehemaliger Inhaftierter, der uns einen sehr guten Einblick in die damalige politische Lage und die der politischen Gefangenen vermittelte. Dadurch wurde uns bewusst, dass es, früher wie auch heute, sehr wichtig ist, sich nicht seine Meinung verbieten zu lassen und sich gegen eindeutige Ungerechtigkeiten zur Wehr zu setzen. Interesse, bei den »Berliner Gesprächen« dabei zu sein? ... Info und Anmeldung, mehr Informationen
PIP - Politiker im Praktikum
Patricia Lips (CDU) zu Besuch beim Bau- und BibelCamp in Michelstadt
PIP (Politiker im Praktikum) ist eine Aktion, die der CVJM-Gesamtverband vor einem Jahr gestartet hat. Ziel ist, die Distanz zwischen jungen Menschen und der Politik abzubauen und Politiker/innen die Möglichkeit geben, die Arbeit des CVJM für einen oder mehrere Tage durch eigene Mitarbeit kennen zu lernen.
Im Juli 2007 machte die CDU-Bundestagsabgeordnete Patricia Lips aus Rödermark ein Praktikum beim Bau- und BibelCamp in Michelstadt. Dazu folgender Bericht: Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen vom Bau- und Bibelcamp, die wie jedes Jahr das CVJM-Camp in Michelstadt vor dem großen Ansturm der TeenCamps in Michelstadt »Klarschiff« machen, bekamen dieses Mal Verstärkung.
Patricia Lips, für den Wahlkreis Odenwald im Deutschen Bundestag, tauschte den feinen Zwirn gegen Arbeitsklamotten und packte kräftig mit zu. Patricia Lips beteiligte sich an Aufräumarbeiten im Zusammenhang mit der Renovierung eines Gruppenraumes, arbeitete bei der Vorbereitung von Pflasterarbeiten mit und musste schließlich auch noch »Schaupflastern für die Presse «.
Für sie als Politikerin sei es wichtig, junge Menschen in Bildung und Ausbildung zu unterstützen. Lips zeigte sich begeistert von der Idee der CVJM-Aktion PiP und hatte schon im letzten Jahr als eine der ersten Bundestagsabgeordneten spontan ihre Mitarbeit zugesagt. Sie sei froh, sich auch einmal auf ganz praktische Weise einsetzen zu können. Sie fasziniere, dass durch das gemeinsame Arbeiten die Begegnung von Jugendlichen und Politikern auf einer anderen Ebene als bei Diskussionsveranstaltungen möglich sei.
Nur ein wenig gesprächiger hätte sie sich die Michelstädter Baucamper bei der Arbeit gewünscht. Patricia Lips ermutigte die jungen Leute, sich gesellschaftlich zu engagieren und verdeutlichte anhand der Gewinnung von Energie aus Windkraftanlagen im Odenwald, wie politische Entscheidungen getroffen werden, welche und wie viele Interessengruppen sich einmischen und berücksichtigt werden müssen und wie man als Politikerin abwägen muss, auf welche Seite man sich stellt, manchmal auch gegen die eigenen Parteikollegen.
Hessentag: Junge Leute von Landespolitkern eingeladen
Wiesbaden: Die Politiker und Politikerinnen haben ihr Wort gehalten. Sie haben ihr Versprechen vom Hessentag in Butzbach eingelöst. Als Landesverband der evangelischen Jugend in Hessen (das sind der CVJM, der EC, das EJW Hessen, der VCP und die Jugendorganisationen der beiden hessischen Kirchen) haben wir als Reaktion auf die Aktion "Wir backen keine kleinen Brötchen" jetzt die Einladung nach Wiesbaden in den Landtag zu kommen angenommen ... mehr




